§ 18a TVöD VKA

Entdecke die Möglichkeiten des § 18a TVöD VKA. Unser Ratgeber bietet praktische Tipps zur Umsetzung im öffentlichen Dienst.

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Der öffentliche Dienst steht vor großen Herausforderungen: Fachkräftemangel, demographischer Wandel und ein zunehmender Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeitende erfordern neue Strategien zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität. Mit der Einführung des § 18a TVöD VKA haben Arbeitgeber im öffentlichen Sektor nun ein innovatives Instrument zur Verfügung, um flexible und zeitgemäße Anreizsysteme zu gestalten.

Dieser Ratgeber bietet dir als Führungskraft oder HR-Verantwortlichem einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten und Herausforderungen des § 18a TVöD VKA. Du erfährst, wie du das neue Leistungsentgeltsystem effektiv nutzen kannst, um die Zufriedenheit und Motivation deiner Beschäftigten zu steigern und gleichzeitig die Attraktivität deiner Organisation als Arbeitgeber zu erhöhen. Von der Einführung und den Kernelementen über praktische Umsetzungsszenarien bis hin zu konkreten Implementierungstipps - dieser Leitfaden unterstützt dich dabei, das Potenzial des § 18a TVöD VKA voll auszuschöpfen und zukunftsfähige Anreizsysteme zu entwickeln.

1. Einführung und Hintergrund des § 18a TVöD VKA

Der § 18a TVöD VKA wurde am 25. Oktober 2020 als Teil einer Tarifeinigung eingeführt und stellt eine bedeutende Neuerung im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst dar. Diese Regelung betrifft verschiedene Bereiche des öffentlichen Dienstes, darunter Verwaltung, Krankenhäuser, Pflege- und Betreuungseinrichtungen, Flughäfen und Entsorgungsbetriebe.

Zielsetzung der Neuregelung

Mit der Einführung des § 18a TVöD VKA verfolgen die Tarifparteien das Ziel, die Attraktivität des öffentlichen Dienstes als Arbeitgeber zu steigern und die Mitarbeiterbindung zu verbessern. In Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels und des demographischen Wandels ist dies von entscheidender Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit des öffentlichen Sektors.

Flexibilisierung des Leistungsentgelts

Der § 18a TVöD VKA ermöglicht es öffentlichen Arbeitgebern, das bisher für das Leistungsentgelt nach § 18 TVöD vorgesehene Budget flexibler einzusetzen. Anstatt ausschließlich individuelle Leistungsprämien auszuzahlen, können nun alternative Anreizsysteme entwickelt werden, die besser auf die spezifischen Bedürfnisse der Beschäftigten und der Organisation zugeschnitten sind.

Anwendungsbereiche

Die Neuregelung findet in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Dienstes Anwendung:

  • TVöD-V: Verwaltung
  • TVöD-K: Krankenhäuser
  • TVöD-B: Besonderer Teil Pflege- und Betreuungseinrichtungen
  • TVöD-F: Flughäfen
  • TVöD-E: Entsorgung

Reaktion auf den Arbeitsmarkt

Die Einführung des § 18a TVöD VKA ist als direkte Reaktion auf die Herausforderungen des aktuellen Arbeitsmarktes zu verstehen. Der öffentliche Dienst steht vor der Aufgabe, mit der Privatwirtschaft um qualifizierte Fachkräfte zu konkurrieren. Durch die Möglichkeit, innovative und wettbewerbsfähige Anreizsysteme zu entwickeln, können öffentliche Arbeitgeber ihre Position im Wettbewerb um Talente verbessern.

Gestaltungsspielraum für Arbeitgeber

Mit dem § 18a TVöD VKA erhalten Arbeitgeber einen erweiterten Gestaltungsspielraum, um maßgeschneiderte Lösungen für ihre spezifische Situation zu entwickeln. Dies ermöglicht es, gezielt auf die Bedürfnisse und Präferenzen der Beschäftigten einzugehen und somit die Arbeitszufriedenheit und Motivation zu steigern. Durch die Einführung des § 18a TVöD VKA wird deutlich, dass der öffentliche Dienst bestrebt ist, sich an veränderte Arbeitsmarktbedingungen anzupassen und seine Attraktivität als Arbeitgeber kontinuierlich zu verbessern. Die Flexibilisierung des Leistungsentgelts stellt dabei einen wichtigen Schritt dar, um den Herausforderungen der Zukunft aktiv zu begegnen und die Wettbewerbsfähigkeit des öffentlichen Sektors langfristig zu sichern.

2. Kernelemente und Ziele des alternativen Leistungsentgeltsystems

Das alternative Leistungsentgeltsystem nach § 18a TVöD VKA bringt wesentliche Neuerungen mit sich, die darauf abzielen, die Attraktivität des öffentlichen Dienstes als Arbeitgeber zu steigern. Hier sind die Kernelemente und Ziele dieses Systems:

Flexibilität in der Mittelverwendung

Ein zentrales Element des § 18a TVöD VKA ist die erhöhte Flexibilität bei der Verwendung des Budgets. Du kannst als Arbeitgeber nun selbst entscheiden, wie du die Mittel einsetzt, die bisher für das Leistungsentgelt nach § 18 TVöD vorgesehen waren. Diese Flexibilität ermöglicht es dir, maßgeschneiderte Anreizsysteme zu entwickeln, die besser auf die Bedürfnisse deiner Beschäftigten und die spezifischen Anforderungen deiner Organisation zugeschnitten sind.

Fokus auf alternative Anreize

Statt sich ausschließlich auf monetäre Leistungsprämien zu konzentrieren, erlaubt das neue System die Einführung vielfältiger Anreize. Du kannst nun ein breites Spektrum an Benefits anbieten, wie zum Beispiel:

  • Zusätzliche Urlaubstage
  • Flexible Arbeitszeitmodelle
  • Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Gesundheitsförderung
  • Verbesserungen der Work-Life-Balance

Steigerung der Arbeitgeberattraktivität

Ein Hauptziel des § 18a TVöD VKA ist es, die Attraktivität des öffentlichen Dienstes als Arbeitgeber zu erhöhen. Durch die Möglichkeit, innovative und wettbewerbsfähige Anreizsysteme zu schaffen, kannst du deine Position im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte verbessern. Dies ist besonders wichtig angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels und des demographischen Wandels.

Förderung der Mitarbeiterbindung

Das alternative Leistungsentgeltsystem zielt darauf ab, die Bindung der Beschäftigten an den Arbeitgeber zu stärken. Indem du maßgeschneiderte Anreize und Benefits anbietest, die auf die individuellen Bedürfnisse und Präferenzen deiner Mitarbeitenden eingehen, kannst du ihre Zufriedenheit und Loyalität erhöhen.

Motivationssteigerung

Ein weiteres Ziel des § 18a TVöD VKA ist die Steigerung der Mitarbeitermotivation. Durch die Möglichkeit, vielfältige und attraktive Anreize zu schaffen, kannst du das Engagement und die Leistungsbereitschaft deiner Beschäftigten fördern. Dies kann sich positiv auf die Produktivität und die Qualität der Arbeit auswirken.

Anpassung an moderne Arbeitswelten

Das alternative Leistungsentgeltsystem berücksichtigt die Veränderungen in der modernen Arbeitswelt. Es ermöglicht dir, flexibel auf neue Trends und Anforderungen zu reagieren, wie zum Beispiel den Wunsch nach besserer Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben oder den steigenden Bedarf an kontinuierlicher Weiterbildung.

Kostenkontrolle

Trotz der erhöhten Flexibilität bleibt die Kostenkontrolle ein wichtiger Aspekt. Das System sieht vor, dass du das vorhandene Budget für das Leistungsentgelt nutzt, ohne zusätzliche Kosten zu verursachen. Dies ermöglicht es dir, innovative Anreizsysteme zu schaffen, während du gleichzeitig die finanziellen Rahmenbedingungen im Blick behältst. Durch die Umsetzung dieser Kernelemente und das Verfolgen der genannten Ziele kannst du mit dem § 18a TVöD VKA ein modernes und attraktives Arbeitsumfeld im öffentlichen Dienst schaffen. Dies trägt dazu bei, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen, zu motivieren und langfristig zu binden.

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3. Vergleich zum bisherigen Leistungsentgeltsystem nach § 18 TVöD

Der § 18a TVöD VKA bringt signifikante Änderungen im Vergleich zum bisherigen Leistungsentgeltsystem nach § 18 TVöD mit sich. Um die Unterschiede und Neuerungen besser zu verstehen, ist ein direkter Vergleich hilfreich:

Flexibilität vs. Standardisierung

Das bisherige System nach § 18 TVöD war stark standardisiert und sah primär monetäre Leistungsprämien vor. Der neue § 18a TVöD VKA bietet dir dagegen deutlich mehr Flexibilität. Du kannst nun das Budget vielfältiger einsetzen und auf die spezifischen Bedürfnisse deiner Organisation und Mitarbeitenden zuschneiden.

Fokus der Anreize

Während der § 18 TVöD hauptsächlich auf individuelle Leistungsprämien ausgerichtet war, erlaubt dir der § 18a TVöD VKA, ein breiteres Spektrum an Anreizen zu schaffen. Du kannst nun auch nicht-monetäre Benefits wie zusätzliche Urlaubstage, Weiterbildungsmöglichkeiten oder flexible Arbeitszeitmodelle anbieten.

Leistungsbewertung

Im alten System war eine detaillierte individuelle Leistungsbewertung notwendig, um Prämien zu verteilen. Der § 18a TVöD VKA ermöglicht es dir, von diesem aufwändigen Prozess abzuweichen und stattdessen Anreize zu schaffen, die allen Beschäftigten zugutekommen können.

Budgetverwendung

§ 18 TVöD § 18a TVöD VKA
Festes Budget für Leistungsprämien Flexibler Einsatz des Budgets für verschiedene Anreize
Fokus auf individuelle Auszahlungen Möglichkeit für kollektive Benefits
Jährliche Auszahlung Kontinuierliche Anreize möglich

Zielsetzung

Der § 18 TVöD zielte primär darauf ab, individuelle Leistungen zu belohnen. Der § 18a TVöD VKA hat einen breiteren Ansatz: Du kannst damit die allgemeine Arbeitgeberattraktivität steigern, die Mitarbeiterbindung verbessern und auf moderne Arbeitsanforderungen reagieren.

Administrativer Aufwand

Die Umsetzung des § 18 TVöD war oft mit hohem administrativem Aufwand verbunden, insbesondere bei der Leistungsbeurteilung. Der § 18a TVöD VKA kann dir hier Erleichterung verschaffen, da du flexiblere und möglicherweise weniger aufwändige Anreizsysteme implementieren kannst.

Mitarbeiterzufriedenheit

Während das alte System manchmal zu Unzufriedenheit führte, wenn Mitarbeitende sich ungerecht beurteilt fühlten, bietet dir der § 18a TVöD VKA die Chance, Anreize zu schaffen, die von einer breiteren Basis der Belegschaft positiv aufgenommen werden.

Anpassungsfähigkeit

Der § 18 TVöD war relativ starr in seiner Umsetzung. Mit dem § 18a TVöD VKA kannst du schneller auf sich ändernde Bedürfnisse und Marktanforderungen reagieren, indem du dein Anreizsystem entsprechend anpasst.

Langfristige Perspektive

Das bisherige System war oft auf kurzfristige Leistungsanreize ausgerichtet. Der § 18a TVöD VKA ermöglicht es dir, eine langfristigere Perspektive einzunehmen und Anreize zu schaffen, die nachhaltig zur Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit beitragen. Insgesamt bietet dir der § 18a TVöD VKA deutlich mehr Gestaltungsspielraum als das vorherige System. Du kannst nun flexibler, zielgerichteter und möglicherweise effizienter Anreize für deine Beschäftigten schaffen. Diese Neuerung ermöglicht es dir, besser auf die Herausforderungen des modernen Arbeitsmarktes zu reagieren und die Attraktivität des öffentlichen Dienstes als Arbeitgeber zu steigern.

4. Möglichkeiten der Umsetzung und Anwendungsszenarien

Der § 18a TVöD VKA bietet dir als Arbeitgeber im öffentlichen Dienst vielfältige Möglichkeiten zur Umsetzung. Hier findest du verschiedene Anwendungsszenarien und praktische Umsetzungsmöglichkeiten:

Szenario 1: Vollständige Umstellung auf alternative Anreizsysteme

In diesem Szenario entscheidest du dich, das bisherige Leistungsentgeltsystem komplett durch neue, alternative Anreize zu ersetzen. Du kannst das gesamte Budget für innovative Benefits nutzen, wie:

  • Zusätzliche Urlaubstage
  • Flexibles Arbeitszeitmodell
  • Weiterbildungsbudget für jeden Mitarbeitenden
  • Gesundheitsförderungsprogramme
  • Verbessertes Kantinenangebot oder Essenszuschüsse

Diese Umstellung erfordert eine sorgfältige Planung und Kommunikation, kann aber die Arbeitgeberattraktivität erheblich steigern.

Szenario 2: Hybridmodell

In diesem Fall behältst du Teile des bisherigen Leistungsentgeltsystems bei, ergänzt es aber um neue Elemente. Du könntest beispielsweise:

  • 50% des Budgets für individuelle Leistungsprämien verwenden
  • 25% für ein Cafeteria-System einsetzen, bei dem Mitarbeitende aus verschiedenen Benefits wählen können
  • 25% für kollektive Anreize wie Teamevents oder Verbesserungen der Arbeitsumgebung nutzen

Dieses Modell kombiniert bewährte Elemente mit neuen Ansätzen und kann eine gute Balance zwischen individueller Leistungsanerkennung und allgemeiner Mitarbeiterzufriedenheit schaffen.

Szenario 3: Bedarfsorientierte Anpassung

Hier passt du das Anreizsystem flexibel an die aktuellen Bedürfnisse deiner Organisation an. Du könntest:

  • In Zeiten hoher Arbeitsbelastung zusätzliche Erholungsangebote schaffen
  • Bei Rekrutierungsschwierigkeiten das Budget für Weiterbildung und Karriereentwicklung erhöhen
  • In Phasen organisatorischer Veränderungen Teambuilding-Maßnahmen verstärken

Dieser Ansatz erfordert regelmäßige Bedarfsanalysen, bietet aber maximale Flexibilität.

Praktische Umsetzungsmöglichkeiten

  1. Einführung eines Punktesystems: Mitarbeitende sammeln Punkte für verschiedene Leistungen oder Beiträge, die sie gegen Benefits ihrer Wahl eintauschen können.
  2. Digitale Benefit-Plattform: Implementiere eine Online-Plattform, über die Mitarbeitende ihre individuellen Benefits verwalten und auswählen können.
  3. Jobrad-Angebot: Stelle Fahrräder oder E-Bikes zur Verfügung, die Mitarbeitende auch privat nutzen können.
  4. Work-Life-Balance-Programm: Biete flexible Arbeitszeitmodelle, Sabbaticals oder Teilzeitoptionen an.
  5. Gesundheitsförderung: Stelle Fitnessstudio-Mitgliedschaften, Gesundheitschecks oder Stressbewältigungskurse zur Verfügung.
  6. Weiterbildungsakademie: Richte ein internes Weiterbildungsprogramm ein, das verschiedene Kurse und Entwicklungsmöglichkeiten bietet.
  7. Soziales Engagement: Ermögliche bezahlte Freistellungen für ehrenamtliche Tätigkeiten oder organisiere Teamevents mit sozialem Mehrwert.

Implementierungsschritte

  1. Bedarfsanalyse: Ermittle die Präferenzen und Bedürfnisse deiner Mitarbeitenden durch Umfragen oder Workshops.
  2. Budgetplanung: Lege fest, wie du das vorhandene Budget auf verschiedene Anreize verteilen möchtest.
  3. Rechtliche Prüfung: Stelle sicher, dass dein geplantes Anreizsystem mit allen rechtlichen Vorgaben übereinstimmt.
  4. Pilotphase: Teste das neue System zunächst in einer Abteilung oder einem Bereich.
  5. Evaluation und Anpassung: Bewerte die Ergebnisse der Pilotphase und nimm notwendige Anpassungen vor.
  6. Vollständige Implementierung: Rolle das neue System in der gesamten Organisation aus.
  7. Kontinuierliche Überprüfung: Evaluiere regelmäßig die Wirksamkeit und Akzeptanz des Systems und passe es bei Bedarf an.

Bei der Umsetzung des § 18a TVöD VKA ist es wichtig, dass du die spezifischen Bedürfnisse und Gegebenheiten deiner Organisation berücksichtigst. Eine gründliche Planung und offene Kommunikation mit den Mitarbeitenden sind entscheidend für den Erfolg. Mit dem richtigen Ansatz kannst du ein Anreizsystem schaffen, das sowohl die Zufriedenheit und Motivation der Beschäftigten als auch die Attraktivität deiner Organisation als Arbeitgeber signifikant steigert.

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5. Vorteile und Herausforderungen für Arbeitgeber und Beschäftigte

Die Einführung des § 18a TVöD VKA bringt sowohl für dich als Arbeitgeber als auch für deine Beschäftigten Vorteile und Herausforderungen mit sich. Es ist wichtig, beide Seiten zu verstehen, um das neue System optimal zu implementieren und zu nutzen.

Vorteile für Arbeitgeber

  • Erhöhte Flexibilität: Du kannst das Budget flexibler einsetzen und maßgeschneiderte Anreizsysteme entwickeln.
  • Steigerung der Arbeitgeberattraktivität: Durch innovative Benefits kannst du dich im Wettbewerb um Fachkräfte besser positionieren.
  • Verbesserte Mitarbeiterbindung: Attraktive Anreize können die Loyalität und Zufriedenheit deiner Beschäftigten steigern.
  • Anpassungsfähigkeit: Du kannst schneller auf sich ändernde Bedürfnisse und Marktanforderungen reagieren.
  • Potenzielle Kosteneinsparungen: Effektive nicht-monetäre Anreize können möglicherweise kosteneffizienter sein als reine Geldleistungen.

Herausforderungen für Arbeitgeber

  • Komplexität der Umsetzung: Die Entwicklung und Implementierung eines neuen Systems kann zunächst aufwendig sein.
  • Rechtliche Aspekte: Du musst sicherstellen, dass alle Maßnahmen rechtskonform sind und gleiche Chancen für alle Beschäftigten bieten.
  • Budgetmanagement: Die gerechte und effektive Verteilung des Budgets auf verschiedene Anreize kann herausfordernd sein.
  • Akzeptanz sicherstellen: Es kann schwierig sein, ein System zu entwickeln, das von allen Beschäftigtengruppen akzeptiert wird.
  • Messung der Effektivität: Die Wirksamkeit nicht-monetärer Anreize zu messen, kann komplexer sein als bei reinen Geldleistungen.

Vorteile für Beschäftigte

  • Individuellere Anreize: Beschäftigte können von Leistungen profitieren, die besser auf ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind.
  • Verbesserung der Work-Life-Balance: Flexible Arbeitszeitmodelle oder zusätzliche Urlaubstage können die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben verbessern.
  • Entwicklungsmöglichkeiten: Weiterbildungsangebote können die berufliche Entwicklung fördern.
  • Gesundheitsförderung: Angebote zur Gesundheitsvorsorge können das Wohlbefinden steigern.
  • Mehr Wahlmöglichkeiten: In Cafeteria-Systemen können Beschäftigte selbst entscheiden, welche Benefits sie in Anspruch nehmen möchten.

Herausforderungen für Beschäftigte

  • Veränderung gewohnter Strukturen: Die Umstellung von bekannten Leistungsprämien auf neue Anreizsysteme kann zunächst Unsicherheit hervorrufen.
  • Komplexität der Auswahlmöglichkeiten: Ein breites Angebot an Benefits kann überfordernd wirken und erfordert eine bewusste Auseinandersetzung mit den eigenen Bedürfnissen.
  • Mögliche Ungleichheiten: Es besteht die Gefahr, dass einige Beschäftigte sich benachteiligt fühlen, wenn bestimmte Anreize für sie weniger relevant sind.
  • Steuerliche Aspekte: Bei einigen Benefits können steuerliche Fragen aufkommen, die für die Beschäftigten zunächst unklar sein können.

Balanceakt für beide Seiten

Die Einführung des § 18a TVöD VKA erfordert einen Balanceakt zwischen den Interessen des Arbeitgebers und denen der Beschäftigten. Es ist wichtig, dass du:

  1. Transparente Kommunikation pflegst: Informiere deine Beschäftigten umfassend über die Veränderungen und ihre Vorteile.
  2. Feedback-Mechanismen einrichtest: Ermögliche es den Beschäftigten, ihre Meinungen und Bedürfnisse zu äußern.
  3. Flexibel bleibst: Sei bereit, das System basierend auf Erfahrungen und Rückmeldungen anzupassen.
  4. Gleichbehandlung sicherstellst: Achte darauf, dass alle Beschäftigtengruppen fair von den neuen Anreizen profitieren können.
  5. Schulungen anbietest: Hilf deinen Beschäftigten, die neuen Möglichkeiten optimal zu nutzen und zu verstehen.

Durch sorgfältige Planung und Umsetzung kannst du die Vorteile des § 18a TVöD VKA maximieren und gleichzeitig die Herausforderungen minimieren. Ein gut konzipiertes System kann sowohl für dich als Arbeitgeber als auch für deine Beschäftigten einen erheblichen Mehrwert schaffen und zu einer Win-Win-Situation führen.

6. Praktische Tipps zur erfolgreichen Implementierung des § 18a TVöD VKA

Die erfolgreiche Umsetzung des § 18a TVöD VKA erfordert eine sorgfältige Planung und Durchführung. Hier findest du praktische Tipps, die dir bei der Implementierung helfen können:

Gründliche Vorbereitung

  • Bilde ein interdisziplinäres Projektteam: Integriere Vertreter aus HR, Finanzen, Recht und verschiedenen Fachabteilungen.
  • Führe eine umfassende Bestandsaufnahme durch: Analysiere das bestehende Leistungsentgeltsystem und identifiziere Verbesserungspotenziale.
  • Setze klare Ziele: Definiere messbare Ziele für das neue Anreizsystem, z.B. Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit um X%.

Bedarfsanalyse und Mitarbeitereinbindung

  • Führe Mitarbeiterbefragungen durch: Ermittle die Präferenzen und Bedürfnisse deiner Beschäftigten.
  • Organisiere Fokusgruppen: Diskutiere potenzielle Anreize in kleineren Gruppen, um tiefere Einblicke zu gewinnen.
  • Nutze anonyme Feedbackmöglichkeiten: Biete Plattformen für offenes und ehrliches Feedback.

Entwicklung des Anreizsystems

  • Priorisiere Anreize: Konzentriere dich auf Benefits, die den größten Mehrwert für deine Beschäftigten bieten.
  • Berücksichtige Diversität: Stelle sicher, dass das System für verschiedene Altersgruppen und Lebenssituationen attraktiv ist.
  • Integriere Flexibilität: Ermögliche es den Beschäftigten, zwischen verschiedenen Optionen zu wählen.

Rechtliche Absicherung

  • Konsultiere Rechtsexperten: Stelle sicher, dass dein System allen rechtlichen Anforderungen entspricht.
  • Überprüfe Tarifverträge: Achte darauf, dass die geplanten Maßnahmen mit bestehenden Vereinbarungen kompatibel sind.
  • Dokumentiere sorgfältig: Halte alle Entscheidungen und deren Begründungen schriftlich fest.

Pilotphase und Evaluation

  • Starte mit einer Pilotgruppe: Teste das neue System zunächst in einem begrenzten Bereich.
  • Definiere klare Evaluationskriterien: Lege fest, wie du den Erfolg des Pilotprojekts messen wirst.
  • Sammle kontinuierlich Feedback: Führe regelmäßige Umfragen und Gespräche mit den Teilnehmenden durch.

Kommunikation und Change Management

  • Entwickle eine klare Kommunikationsstrategie: Informiere frühzeitig und transparent über die geplanten Änderungen.
  • Nutze verschiedene Kommunikationskanäle: Kombiniere E-Mails, Intranet, Infoveranstaltungen und persönliche Gespräche.
  • Schulung von Führungskräften: Bereite deine Führungskräfte darauf vor, Fragen zu beantworten und das neue System zu erklären.

Technische Umsetzung

  • Prüfe deine IT-Systeme: Stelle sicher, dass deine bestehenden Systeme die neuen Anforderungen unterstützen können.
  • Implementiere eine Benefit-Plattform: Erwäge die Einführung einer digitalen Plattform zur einfachen Verwaltung der Benefits.
  • Automatisiere Prozesse: Nutze Technologie, um administrative Aufgaben zu vereinfachen und Fehler zu reduzieren.

Kontinuierliche Verbesserung

  • Etabliere regelmäßige Reviews: Überprüfe das System in festgelegten Intervallen auf seine Wirksamkeit.
  • Bleibe flexibel: Sei bereit, Anpassungen vorzunehmen, wenn sich Bedürfnisse oder Rahmenbedingungen ändern.
  • Fördere Innovation: Ermutige deine Mitarbeitenden, Vorschläge zur Verbesserung des Systems einzubringen.

Erfolgsmessung und Reporting

  • Definiere KPIs: Lege Kennzahlen fest, an denen du den Erfolg des neuen Systems messen kannst.
  • Erstelle regelmäßige Berichte: Informiere Führungskräfte und Stakeholder über die Entwicklung und Wirkung des Systems.
  • Vergleiche mit Benchmarks: Setze deine Ergebnisse in Relation zu Branchenstandards oder vergleichbaren Organisationen.

Durch die Berücksichtigung dieser praktischen Tipps kannst du die Implementierung des § 18a TVöD VKA erfolgreich gestalten. Denk daran, dass es sich um einen fortlaufenden Prozess handelt, der Geduld, Flexibilität und kontinuierliche Anpassung erfordert. Mit der richtigen Herangehensweise kannst du ein Anreizsystem schaffen, das sowohl die Zufriedenheit deiner Beschäftigten als auch die Attraktivität deiner Organisation als Arbeitgeber nachhaltig steigert.

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Was ist eine Sachbezugskarte?

Eine Sachbezugskarte ist ein Instrument, mit dem Unternehmen ihren Mitarbeitenden steuerfreie Sachleistungen zur Verfügung stellen können. Die Regional Hero Card ist eine spezielle Sachbezugskarte, die darauf abzielt, die lokale Wirtschaft zu fördern. Die Karte funktioniert wie eine Prepaid-Kreditkarte und kann bei allen Akzeptanzstellen verwendet werden, die Mastercard akzeptieren. Arbeitgeber:innen können die Karten auf bequeme Weise mit steuerfreien Sachbezügen aufladen, die die Mitarbeitenden dann in Geschäften und Dienstleistungen in ihrer Region nutzen können. Die Regional Hero Card bietet eine bequeme Möglichkeit, Mitarbeitenden steuerfreie Vorteile zu gewähren, während sie gleichzeitig die lokale Wirtschaft unterstützen und stärken. Sie fördert die Bindung der Mitarbeitenden an das Unternehmen und trägt zur Attraktivität des Arbeitsplatzes bei. Die Karte kann sowohl online als auch offline verwendet werden und wird durch eine benutzerfreundliche App unterstützt, die den Mitarbeitenden hilft, lokale Angebote zu entdecken und ihren verfügbaren Betrag im Auge zu behalten.

Wie profitieren Unternehmen und Mitarbeitende von einer Sachbezugskarte?

Unternehmen und Mitarbeitende profitieren auf verschiedene Weise von einer Sachbezugskarte wie der Regional Hero Card. Unternehmen können steuerfreie Sachbezüge an ihre Mitarbeitenden weitergeben und so die Mitarbeitermotivation und -bindung erhöhen. Durch die Unterstützung der lokalen Wirtschaft verbessern sie zudem ihr Unternehmensimage und tragen zur nachhaltigen Entwicklung der Region bei. Mitarbeitende profitieren von steuerfreien Vorteilen, die ihr verfügbares Einkommen erhöhen, und haben die Möglichkeit, lokale Geschäfte und Dienstleistungen zu unterstützen. Die Regional Hero Card hilft ihnen, die Vielfalt ihrer Region zu entdecken und fördert das Bewusstsein für die Bedeutung der lokalen Wirtschaft. Insgesamt schafft die Karte also einen Mehrwert für alle Beteiligten.

Welche steuerfreien Sachbezüge können Unternehmen mit einer Sachbezugskarte anbieten?

Unternehmen können mit einer Sachbezugskarte wie der Regional Hero Card ihren Mitarbeitenden verschiedene steuerfreie Sachbezüge anbieten. In Deutschland sind beispielsweise Sachbezüge von bis zu 600€ pro Jahr und Mitarbeiter:in steuerfrei, zusätzlich können 180€ pro Jahr und Mitarbeiter:in für persönliche Anlässe wie Geburtstage oder Jubiläen gewährt werden.Zu den steuerfreien Sachbezügen zählen unter anderem Essensgutscheine, Gutscheine für lokale Geschäfte, Freizeiteinrichtungen oder kulturelle Veranstaltungen. Die Regional Hero Card ermöglicht es Unternehmen, diese steuerfreien Vorteile einfach und bequem an ihre Mitarbeitenden weiterzugeben und gleichzeitig die lokale Wirtschaft zu unterstützen.

Wie kann man die Regional Hero Card bestellen und aktivieren?

Um die Regional Hero Card für dein Unternehmen zu bestellen, nutze bitte das Kontaktfeld auf unserer Webseite, um einen Termin mit uns zu vereinbaren. In einem Online-Meeting werden wir die Anforderungen und die gewünschte Anzahl an Karten für deine Mitarbeitenden zu besprechen. Sobald die Karten bestellt sind, erhalten deine Mitarbeitenden die physische Karte per Post oder die digitale Karte per E-Mail.Die Aktivierung der Regional Hero Card erfolgt über die dazugehörige App. Deine Mitarbeitenden müssen die App auf ihrem Smartphone herunterladen und sich mit ihren persönlichen Daten anmelden. Anschließend geben sie den Aktivierungscode ein, den sie zusammen mit der Karte erhalten haben. Nach erfolgreicher Aktivierung ist die Karte einsatzbereit und das Guthaben kann bei den teilnehmenden Geschäften und Dienstleistern verwendet werden. Die App bietet zusätzlich eine Übersicht über das aktuelle Guthaben und die Möglichkeit, die Transaktionen einzusehen.

Wie trägt die Regional Hero Card zur Nachhaltigkeit und Stärkung der lokalen Wirtschaft bei ?

Die Regional Hero Card trägt zur Nachhaltigkeit und Stärkung der lokalen Wirtschaft bei, indem sie den Mitarbeitenden ermöglicht, ihr steuerfreies Guthaben bei regionalen Geschäften und Dienstleistern auszugeben. Auf diese Weise fließt das Geld direkt in die lokale Wirtschaft, was dazu beiträgt, Arbeitsplätze zu sichern, lokale Unternehmen zu unterstützen und die Kaufkraft in der Region zu stärken.Durch die gezielte Förderung der lokalen Wirtschaft wird die Nachhaltigkeit verbessert, da die Transportwege kürzer sind und lokale Ressourcen genutzt werden. Dies führt zu einer Verringerung des ökologischen Fußabdrucks. Außerdem fördert die Regional Hero Card das Bewusstsein für die Bedeutung der lokalen Wirtschaft und die Vorteile des Einkaufens bei regionalen Anbietern. Durch die Kombination aus steuerfreien Vorteilen für Mitarbeitende und der Unterstützung regionaler Unternehmen trägt die Regional Hero Card zur Schaffung einer nachhaltigen und wirtschaftlich starken Gemeinschaft bei.

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